Pina Dietsche – Präsenz des Abwesenden
Suche nach dem Unsichtbaren
Das ›Unischtbare‹ ist die Korrelation, die sich zwischen einer ›inszenatorischen Raumstruktur‹, die von einem oder mehreren Autoren gestaltet wurde, und einer ›performativen Raumstruktur‹, die durch Erfahrungen, Assoziationen mit zeichenhaften Repräsentationen und durch die Imagination des Rezipienten subjektiv geprägt wird, ereignet – es entsteht der Raum, den wir wahrnehmen. Durch Brüche können Aufmerksamkeiten für die konstituierende Rolle des Rezipienten erzeugt werden und somit auch für das ›Unsichtbare‹. Auf der Suche nach dem ›Unsichtbaren‹ wurden unterschiedliche Typen von Brüchen entdeckt und verschiedene Arten von Räumen – der ›ein-dimensionale Raum‹ (literarische Raum), der ›zwei-dimensionale Raum‹ (abgebildete Raum) und der ›Raum dazwischen‹ (filmische Raum) – auf ihre spezifischen Gestaltungsmittel zur Erzeugung von Brüchen hin analysiert und anschließend auf den ›drei-dimensionalen Raum‹ (der Raum, in dem wir leben) übertragen. Es entstanden dabei Metaphern, die einen Prozess in Gang setzen, in dessen Verlauf sich bisher noch unbekannte Gestaltungsmittel herausbilden und neue Anwendungsweisen eröffnen können.